Spot sensibilisiert für Medien und Filmkunst

Medien für alle - Der Verein lanciert anlässlich des Filmfestivals von Locarno das Projekt savethemedia.ch.

Ziel des Projektes savethemdia.ch ist es laut Mitteilung, das Publikum für die aktuelle Situation der Medien in der Schweiz zu sensibilisieren – sowie für die Auswirkungen, die eine Schwächung des Service Public auf die Kultur und insbesondere die Schweizer Filmkunst hätte.

Was wäre, wenn plötzlich alle Bildschirme des Landes schwarz würden? In Locarno lädt der Verein «Medien für alle» das Publikum dazu ein, über ein solches Szenario nachzudenken, und simuliert deswegen mit einem Spot einen Unterbruch der Vorführungen im «Panorama Suisse». Die Bilder würden erlöschen. Das Publikum sitze im Dunkeln und warte auf einen Film, der nicht beginne. Es dauere einige Augenblicke. Dann sei der Grund der Störung geklärt: Jemand habe den Stecker gezogen. Der Strom werde wieder eingeschaltet und der Film könne beginnen.

Doch welches Schicksal erwartet diese Kunstwerke in Zukunft, fragt der Verein laut Mitteilung. Und weiter: Würden sie eine Abschaffung der öffentlichen Medien überleben? Der Spot wird vor den Filmaufführungen «Die göttliche Ordnung» (5. August) und «La Fureur de voir» (6. August) geschaltet.

Es existiert heute eine breite Palette von Schweizer Dokumentar-, Spiel- und Animationsfilmen, heisst es weiter. Diese Produktionen würden dank ihrer spezifischen Eigenarten, Anlass und Anregung zu Debatten bieten, durch welche wiederum neue, originelle und für eine pluralistische Gesellschaft grundlegende Visionen entwickelt würden.

«Die Qualität des demokratischen Lebens in unserem Land, der Respekt gegenüber Minderheiten wie auch der nationale Zusammenhalt, hängen von einer dynamischen Vielfalt der Ideen und Einsichten ab und damit auch von der Vitalität des kulturellen Angebots», schreibt «Medien für alle» weiter. Wenn aber allein die Logik der freien Marktwirtschaft regiere, sei die Finanzierung solcher Werke schlicht unmöglich. (pd/tim)