SRG-Sender rufen zu Sudan-Spenden auf

Glückskette - Höhepunkt der Kampagne für die vom Krieg betroffene Bevölkerung ist ein nationaler Solidaritätstag am 29. Oktober. Gesammelt wird seit Donnerstag.

Die Glückskette und die SRG bitten die Menschen in der Schweiz um Geld für den Sudan. Ihre gemeinsame Sammlung läuft seit dem 22. Oktober. Am 29. Oktober begleiten die SRG-Programme den Aktionstag und berichten über die humanitäre Lage und die Hilfe vor Ort. In Telefonzentralen in allen Landesteilen nehmen Freiwillige und Persönlichkeiten Spendenversprechen entgegen. Ein Sammelziel nennt die Stiftung nicht.

Im Sudan herrscht seit April 2023 Krieg. Die Glückskette beruft sich auf Zahlen der Uno und ihrer Organisationen. Demnach sind 33,7 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen, fast zwei Drittel der Bevölkerung. Zwei von fünf Menschen haben nicht genug zu essen, insgesamt 19,5 Millionen. Schätzungsweise 825’000 Kinder unter fünf Jahren sind schwer mangelernährt. Mehr als ein Viertel der Bevölkerung wurde vertrieben, innerhalb des Landes oder in Nachbarstaaten wie den Tschad und den Südsudan.

Laut der Uno-Ernährungsorganisation FAO, dem Welternährungsprogramm WFP und dem Kinderhilfswerk Unicef war der Hilfsplan für 2026 bis im April erst zu 20 Prozent finanziert. Hilfsorganisationen mussten im Sudan, im Tschad und im Südsudan laut Glückskette bereits Nahrungsmittelhilfen kürzen. «Millionen Menschenleben hängen heute von humanitärer Hilfe ab, für die viel zu wenig Geld zur Verfügung steht», lässt sich Direktorin Miren Bengoa in der Mitteilung zitieren.

Die Glückskette finanziert seit 2023 Projekte ihrer Schweizer Partnerorganisationen in der Region, darunter Ärzte ohne Grenzen, Caritas, Heks, das Schweizerische Rote Kreuz und Swissaid. Im Juni 2024 hatte die Stiftung zu Spenden für den Sudan aufgerufen. (pd/nil)