09.04.2010

Hollywood

Stars nehmen sich den überschuldeten MGM-Filmstudios an

Regisseure Tony und Ridley Scott haben Rettungs-Plan vorgelegt.

Das Ringen um die Zukunft der überschuldeten US- Filmstudios Metro-Goldwyn-Mayer geht weiter. Am Freitag sind neue Akteure auf der Bühne aufgetaucht. Die Hollywood-Regisseure Tony und Ridley Scott wollen die Führung von MGM übernehmen, meldet die "Financial Times". Die beiden hätten den Kreditgebern einen Plan vorgelegt, wie sie die Filmstudios wieder auf Vordermann bringen wollten, hiess es. Die Brüder sind bekannt durch Blockbuster wie "Alien", "Top Gun" oder "Gladiator". Mit Scott Free besitzen sie eine eigene Produktionsgesellschaft. Es ist aber unklar, ob diese mit MGM fusioniert oder eigenständig weiterbestehen soll. Die Scotts selbst haben sich bisher nicht geäussert.

MGM gehört einer Gruppe von Finanzinvestoren und Medienunternehmen, darunter Sony und der Kabelanbieter Comcast. Sie hatten das Filmstudio 2005 für fünf Milliarden Dollar übernommen. Wie bei solchen Geschäften üblich, bürdeten sie dem Zukauf den Grossteil der Schulden auf. Nun ächzt MGM unter einer Last von knapp 4 Milliarden Dollar. Die Kreditgeber prüfen, ob das Studio einen Neustart wagen oder verkauft werden soll? Aussichtsreichster Käufer wäre derzeit der Medienkonzern Time Warner. Das Gebot liegt mit 1,5 Milliarden Dollar aber immer noch unter den Erwartungen der Gläubiger.

Was MGM attraktiv macht, ist Hollywoods grösste Filmsammlung mit mehr als 4000 Titeln, darunter Klassiker wie "Rocky" oder "Manche mögen's heiss". Auch die Rechte an "James Bond" liegen bei MGM. Neue Filme produzierte MGM zuletzt nur noch wenige im Jahr. (sda)


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