Die SRF-Satire-Show «Studio 404» hat in der aktuellen Folge auf die Gesetzeslücke beim Verkauf von Vapes aufmerksam gemacht. Da Vapes unter das Lebensmittelgesetz fallen, können sie theoretisch legal an Minderjährige verkauft werden. Dafür hat «Studio 404» die fingierte Vape-Firma «KidzCloudz» kreiert.
Die Satirikerinnen und Satiriker lancierten eine Fake-Kampagne: Auf einer schludrig gestalteten Website werden Vapes ohne Nikotin in Designs angeboten, die für Kinder attraktiv sein sollten. Ausserdem wird auf Inhaltsstoffe hingewiesen, die bei Hyperaktivität helfen sollen. Kaufen lassen sich die Vapes wegen angeblicher hoher Nachfrage nicht, die User können aber über WhatsApp und E-Mail Kontakt aufnehmen. Zusätzlich wird die Aktion von einer Plakatkampagne begleitet.
Die Reaktionen auf den Vape-Shop fielen laut «Studio 404» sehr unterschiedlich aus. Einerseits kritisierten die Leute den Verkauf als verantwortungslos und unmoralisch, andererseits gab es Eltern, die sich für die Vapes als ADHS-Mittel für ihre Kinder interessiert haben. Reaktionen gab es auch von offiziellen Stellen. Der Verein Lunge Zürich veröffentlichte eine Medienmitteilung zu «KidzCloudz», in der die irreführenden Aussagen auf der Website und der Verkauf von E-Zigaretten ohne Nikotin an Kinder und Jugendliche verurteilt werden. Sogar die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich hat sich gemäss «Studio 404» eingeschaltet.
Die «KidzCloudz»-Website wurde seit der Auflösung der Kampagne um den Videobeitrag von «Studio 404» ergänzt. (yk)