Nach der richterlich angeordneten Schliessung der umstrittenen Internet-Tauschbörse Pirate Bay kämpft der zuständige Internet-Provider einem Medienbericht zufolge selbst mit Zugangsproblemen. Möglicherweise handele es sich um Sabotage, sagte Victor Möller, Chef des Providers Black Internet, dem "Svenska Dagbladet" am Dienstag. Teile des Netzwerkes seien ausgefallen oder gestört. Das Unternehmen arbeite mit Ingenieuren und der Polizei zusammen, um die Ursachen zu untersuchen. Unklar sei bislang aber, ob die Netzstörungen mit der Schliessung der Tauschbörse in Zusammenhang steht.
Nach Angaben der Betreiber der Homepage ging Pirate Bay wegen einiger beschädigter Kabel vom Netz und sollte nach wenigen Stunden wieder erreichbar sein. Black Internet sei zudem überhaupt nicht der direkte Provider, heisst es auf der Site. Ein schwedisches Gericht in Stockholm hatte den Internet-Provider Black Internet am Montag bei Androhung eines Bussgelds angewiesen, die Tauschbörse vom Netz zu nehmen. Die Plattform ist vor allem der Film- Industrie seit geraumer Zeit ein Dorn im Auge, da die Nutzer über das Tauschnetz von Pirate Bay Raubkopien von Filmen, Musik und Software in grossem Stil herunterladen können.
Angesichts der drohenden Schliessung war allerdings ein erster Clone, der den kompletten Inhalt der Tauschbörse spiegelt, bereits Ende vergangener Woche aufgetaucht.