Tickethändler geht gegen Konzerveranstalter vor

Prince-Konzert - Fordert Geld für verschobenes Konzert zurück.

Der Tickethändler Resaplus glaubt nicht, dass das zweimal verschobene Genfer Konzert von Prince noch stattfindet. Er geht gerichtlich gegen den Veranstalter Daniel Quarcoopome vor. Resaplus will die 700'000 Franken Vorschuss zurück, um den Kunden das Geld zurückzuerstatten. "Unsere Geduld ist am Ende", sagte der Direktor von Resaplus, Olivier Grandjean, am Mittwoch vor den Medien. Sein Unternehmen hat zwei Monate lang auf eine gütliche Einigung gehofft.

Anfang Monat hat Resaplus Klage eingereicht bei der Genfer Staatsanwaltschaft. Eine Untersuchung soll zeigen, ob der Tickethändler Opfer eines Vertrauensbruchs oder gar eines Betrugs geworden ist. Resaplus hofft insbesondere, dass die Rolle von Quarcoopomes Genfer Treuhänder geklärt wird. Der Konzertveranstalter selber soll sich zur Zeit in den USA aufhalten.

Laut dem Anwalt von Resaplus, Bertrand Reich, gilt es zunächst, Quarcoopome zu lokalisieren und den Weg des Geldes zurückzuverfolgen. Es sei durchaus möglich, dass der Konzertveranstalter sich nichts zu Schulden habe kommen lassen, sondern ganz einfach inkompetent sei. Der Westschweizer Konsumentenverband FRC hat ebenfalls interveniert. Quarcoopome Firma habe am Montag zurückgerufen, sagte ein Jurist des FRC am Mittwoch vor den Medien. Über den Inhalt des Gesprächs machte er keine Angaben. (sda)