In den USA müssen sich Kinoliebhaber derzeit warm anziehen. Wie das Branchenblatt "The Hollywood Reporter" unter Berufung auf aktuelle Zahlen der National Association of Theatre Owners (NATO) berichtet, sind die Ticketpreise im ersten Quartal 2010 im Vergleich zu den letzten Monaten des Vorjahres so stark nach oben geklettert, wie noch niemals zuvor. Ein Ticket in einem US-Kino kostete in diesem Zeitraum demnach im Durchschnitt um sechs Prozent mehr als im letzten Quartal 2009. Als Preistreiber erweist sich vor allem der zunehmende 3D-Trend.
"3D-Veröffentlichungen haben einen deutlichen Effekt auf die durchschnittlichen Ticketpreise", stellt NATO-Sprecher Patrick Corcoran fest. Dieser Effekt habe sich im ersten Quartal 2010 besonders klar gezeigt. Der rekordverdächtige Anstieg hindere das Kinopublikum aber dennoch keineswegs daran, sich den neuesten Lieblingsfilm auf der grossen Leinwand anzusehen. "Die Kinobesucher haben bewiesen, dass sie bereit sind, für ein Premium-Filmerlebnis etwas tiefer in die Tasche zu greifen", betont Corcoran.
Ein deutliches Indiz für den derzeitigen 3D-Boom im Kino ist auch das rasch anwachsende Angebot an entsprechenden Filmproduktionen. Nach Film-Highlights aus 2009 wie "Avatar" und "Ice Age 3" erwartet Kinofans auch in diesem Jahr wieder eine ganze Reihe neuer 3D-Produktionen. Beispiele hierfür sind unter anderem "Shrek 4", "Toy Sory 3", der mittlerweile siebente Teil der "Harry Potter"-Reihe oder der neueste Ableger der Videospielverfilmung "Resident Evil". (pte)

