11.02.2010

Helene Hegemann

Trotz Plagiatsvorwurf für Buchmessepreis nominiert

Jury ist von Talent überzeugt.

Trotz der Plagiatsvorwürfe ist die Bestseller-Autorin Helene Hegemann (17) für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert worden. Die Jury tagte bereits Ende Januar, also bevor bekanntwurde, dass die Autorin teils im Internet abgeschrieben hat. Die Experten blieben aber bei ihrer Entscheidung. "Diese junge Frau ist unserer Auffassung nach extrem begabt", sagte Jury-Vorsitzende Verena Auffermann am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa.

Weitere Anwärter auf den Belletristik-Preis sind "Die Zeitwaage" von Lutz Seiler, "Luft und Liebe" von Anne Weber, Georg Kleins "Roman unserer Kindheit" und "Georgs Sorgen um die Vergangenheit oder Im Reich des heiligen Hodensack- Bimbams von Prag" von Jan Faktor. Der Preis für herausragende deutschsprachige Neuerscheinungen und Übersetzungen wird auf der kommenden Leipziger Buchmesse (18. bis 21. März) zum sechsten Mal vergeben. Er ist mit 45'000 Euro dotiert. Die Summe wird auf die Gewinner der drei Kategorien "Belletristik", "Sachbuch/Essayistik" und "Übersetzung" aufgeteilt. 760 Werke wurden eingereicht. (sda)


Kommentar wird gesendet...

KOMMENTARE

Kommentarfunktion wurde geschlossen