Der Vatikan hat die Voraussetzungen für den Erhalt eines Ablasses während des Weltjugendtages in Rio de Janeiro präzisiert. Für Nichtanwesende reiche es nicht aus, einfach die Twitter-Botschaften des Papstes zu lesen, online eine Messe anzuschauen oder den Besuch via Live-Streaming zu verfolgen, sagte der vatikanische Medienverantwortliche, Erzbischof Claudio Maria Celli, der Tageszeitung "Corriere della Serra". Einen Ablass erhalte man nicht "wie einen Kaffee am Automaten".
Der Vatikan hatte zuvor mitgeteilt, dass der Papst zum Weltjugendtag auch jenen einen Ablass gewähre, die das Treffen über das Internet verfolgten. Es war das erste Mal, dass die Möglichkeit eines Ablasses auf deren Nutzer ausgedehnt wurde.
Ein vollständiger Ablass ist nach dem Katechismus der katholischen Kirche "Erlass einer zeitlichen Strafe vor Gott für Sünden, die hinsichtlich ihrer Schuld schon getilgt sind". (Süddeutsche)