Rund 60'000 Besucherinnen und Besucher kamen vergangenes Jahr bis im August ins Museum, wie Direktorin Jacqueline Strauss am Dienstag vor den Medien ausführte. Bei einem durchschnittlichen Besucherandrang wären daraus bis Ende Jahr gut und gerne 85'000 Personen geworden. «Wir fanden es fast ein wenig schade, dass wir für den Umbau das erfolgreiche Museumsjahr abbrechen mussten, aber wir hatten ja eben noch Einiges vor.»
Dauerausstellung im Fokus
Mitte August schloss das Haus und nahm die grosse Umgestaltung der Dauerausstellung in Angriff. Bis im kommenden August soll auf rund 2000 Quadratmetern die neue Ausstellung realisiert werden. Grösser, interaktiver und stärker thematisch statt chronologisch ausgerichtet soll sie sein. Im Zeitalter der digitalen Kommunikation will Direktorin Jacqueline Strauss auch der direkten Kommunikation Gewicht einräumen.
Am 19. August wird die neue Dauerausstellung ihre Tore öffnen. Grössere Wechselausstellungen sind vorderhand noch nicht geplant. Strauss will den Fokus zunächst auf die neue Dauerausstellung richten.
Porträts über Eingewanderte
Bereits während der Umbauzeit waren und sind keine grösseren Ausstellungen geplant, dafür aber diverse kleinere Aktivitäten. Am Wochenende öffnet beispielsweise die Fotoausstellung eingewandert.ch. Immigration, Integration und Identität sind Stichworte, denen sechs Fotografinnen und Fotografen in ihren Bildern nachspüren. Migration sei kein neues Phänomen, sondern vielmehr ein Teil des Erfolgsmodells Schweiz, wie Projektleiter Severin Novacki betonte.
Die Zuwanderung stelle die Schweizer Gesellschaft aber vor Herausforderungen und so stelle sich jedem Einzelnen denn auch die Frage, mit welcher Haltung er oder sie Fremden begegne. (sda/tim)