Der Videospielmarkt in den Vereinigten Staaten hat seine wirtschaftliche Talfahrt beendet. Wie das Marktforschungsunternehmen NPD Group wissen lässt, konnte die Games-Branche, die lange Zeit regelmässig mit neuen Rekordumsätzen aufhorchen liess, im September 2009 erstmals seit einem halben Jahr wieder ein positives Einkommensergebnis erzielen. Im vergangenen Monat wurden demnach insgesamt 1,28 Mrd. Dollar mit dem Verkauf von Konsolen-Hard- und Software sowie dem passenden Zubehör erwirtschaftet.
Das Wachstum entspricht einem Anstieg von einem Prozent im Vergleich zum selben Vorjahreszeitraum. Nimmt man die einzelnen Teilbereiche genauer unter die Lupe, zeigt sich allerdings eine durchwegs ambivalente Entwicklung. Während nämlich der Umsatz aus dem Softwareverkauf (649,32 Mio. Dollar) um fünf Prozent zulegen konnte, brach gleichzeitig das Ergebnis im Hardware-Bereich (427,28 Mio. Dollar) um sechs Prozent ein. Die ursprünglichen Analystenerwartungen, die von einem Software-Mehrumsatz von 21 Prozent ausgegangen waren, konnten schlussendlich nicht erreicht werden.
Dem aktuellen Bericht der NPD Group zufolge darf man sich durch das Umsatzminus bei den US-Hardwareverkäufen aber nicht in die Irre führen lassen. Dass die entsprechenden Einnahmen im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent eingebrochen sind, sei nämlich grössteils den starken Preissenkungen bei den Konsolen zuzuschreiben. So wurden etwa im September mit 491.800 Stück deutlich mehr Playstation-3-Geräte abgesetzt als in den Vormonaten. Gegenüber 2008 konnte der Absatz sogar mehr als verdoppelt werden. Mit diesem Ergebnis schafft es die Sony-Konsole aber nur auf Platz zwei der US-Hardware-Charts. Ganz oben findet sich weiterhin der Handheld Nintendo DS, der sich im September rund 524.200 Mal verkaufte und sich somit in etwa auf demselben hohen Niveau des Vorjahres halten kann. Auf den Rängen drei und vier landen die Wii (462,800 verkaufte Geräte) bzw. die Xbox 360 (352.600). (pte)