Am 21. Juni 1948 rotierte zum ersten Mal eine Scheibe aus dem Kunststoff Polyvinylchlorid (PVC) auf einem Plattenteller. Entwickelt hatte sie der Ingenieur Peter Goldmark beim US-Medienunternehmen CBS. Noch im selben Jahr brachte dessen Label Columbia die ersten Langspielplatten auf den Markt, darunter eine Aufnahme des Violinkonzerts von Ludwig van Beethoven und ein Album von Frank Sinatra.
Schnell setzte sich die LP weltweit gegen ihre Vorgängerin, die Schellackplatte, durch. Die Vinylplatte konnte dank ihrer engen Rillen und einer langsameren Drehgeschwindigkeit bis zu eine halbe Stunde Musik pro Seite abspielen. Zudem klang die LP besser, war günstiger und weniger zerbrechlich oder anfällig für Kratzer. Ihren Höhepunkt erlebte die Schallplatte im Jahr 1981, als weltweit 1,14 Milliarden Alben verkauft wurden. Die im folgenden Jahr erstmals produzierte CD lief dem Vinyl allerdings schon 1988 den Rang ab.
Aber auch wenn der kleinere Silberling als Standardtonträger sowie der Download von MP3-Dateien seither die Schallplatte abgelöst haben, behauptet sie sich doch seit Jahren in einer Nische. Wegen ihres angeblich satten und warmen Klangs ist sie besonders bei Klassikliebhabern und DJs beliebt. (sda)