Vom Parkplatz bis zu Kim Dotcom

London - Kuriose Babygeschenke für die Royals.

Was schenkt man einem Baby, das alles haben kann? Diese Frage treibt Firmen und Regierungen in aller Welt um - schon bevor Herzogin Kate ihr "Royal Baby" zur Welt gebracht hat. Die Einfälle reichen dabei von praktisch bis eher bizarr.

Die lokale Filiale der Supermarktkette Asda im walisischen Anglesey - wo das Paar bisher lebte - hat den Eltern ihren eigenen Parkplatz zur Verfügung gestellt. "Reserviert für Ihre Königliche Hoheit" steht auf dem Asphalt geschrieben. "Die Herzogin hat den Markt mehrmals mit ihrer Anwesenheit beehrt", sagte Marktleiter Peter Ellis. Mit dem Parkplatz hoffe man, dass Kate mit ihrem kleinen Prinzen oder ihrer kleinen Prinzessin mal wieder vorbeikomme.

Ein Unternehmen hat den Juwelier Theo Fennell damit beauftragt, eine Weissgold-Kette im Wert von 10'000 Pfund (14'300 Franken) für Kate zu fertigen. Das Schmuckstück ist aber nicht ausschliesslich für die Abendgarderobe gedacht – es umfasst auch ein weissgoldenes Becherchen, einen sehr exklusiven Behälter für Säuglingscreme.

Falsches Schaffell
Auch die Tierschützer nutzen die Aufmerksamkeit rund um die Geburt. Sie wollen den Royals ein falsches Schaffell für das Kind zukommen lassen. Die Schaffelldecken, die in einigen Gegenden Grossbritanniens traditionell für Neugeborene verwendet werden, seien das Produkt von Tier-Leid, teilte die Tierschutzorganisation Peta mit.

Tierschützerisch ebenfalls völlig in Ordnung ist die Initiative von Australiens zurückgetretener Premierministerin Julia Gillard. Die Labour-Politikerin wollte dem Kind, das vielleicht auch einmal König oder Königin von Australien wird, ein Känguru stricken.

Traditionelles Paket aus Finnland
Der neuseeländische Premier John Key toppte dies noch: "Wir schenken ihnen Kim Dotcom", scherzte er in einer Pressekonferenz. Der schwergewichtige Kim Schmitz, mutmasslicher Internetpirat, wartet in Neuseeland auf seine Auslieferung in die USA. "Ich nehme den Palast, statt des Knasts", twitterte Schmitz als Antwort darauf.

Die finnische Regierung versuchte es auf die bürgerliche Art: Sie schickte eines der Pakete nach Grossbritannien, die in Finnland jedes Elternpaar nach der Geburt bekommt. Darin sind unter anderem Einlagen für den Büstenhalter der stillenden Mutter - und auch ein Satz Kondome. Ein Palastsprecher in London zeigte sich "hocherfreut". (sda/dpa)