Weitere Konzerte wegen Eklat abgesagt

Amy Winehouse - Offenbar betrunkene Sängerin in Serbien ausgebuht.

Nach dem Eklat bei ihrem Konzert in Belgrad hat die britische Soul-Sängerin Amy Winehouse weitere Auftritte in der Türkei und in Griechenland abgesagt. Die 27-Jährige könne nicht ihre "bestmögliche" Leistung bringen, erklärte ein Sprecher am Sonntag. Daher müsse sie die in Kürze geplanten Auftritte in Istanbul und in Athen leider absagen. Auch weitere für den Sommer geplante Termine in Europa ständen derzeit auf dem Prüfstand, teilte der Sprecher der 27 Jahre alten Britin am Montag mit. Am 23. Juli wird die Sängerin am Paléo Festival erwartet - und bereits am 15. Juli am Moon and Stars in Locarno. Laut aktuellem Tourneeplan wäre dies nach Bilbao die übernächste Station. Gemäss der Veranstalterin Goodnews soll das Konzert wie geplant stattfinden, wie es am Montagnachmittag auf Anfrage hiess.

Bei dem Konzert am Samstag in Belgrad war Winehouse zum Auftakt ihrer Europa- Tournee ausgebuht worden, weil sie offenbar zu betrunken war, um zu singen. Serbische Medien bezeichneten den Auftritt als Katastrophe. Vor rund 20'000 teils von weither angereisten Fans brachte die skandalumwitterte Sängerin während ihres anderthalbstündigen Auftritts gerade mal einige gemurmelte Song-Fetzen zustande, schwankte deutlich und konnte ihrer Band nicht folgen. Die Eintrittskarten kosteten umgerechnet fast 49 Franken, ein hoher Preis in einem Land, in dem der monatliche Durchschnittslohn bei etwa 365 Franken liegt. Winehouse ("Rehab") verbrachte erst kürzlich wieder eine Woche in einem Entzugsprogramm. Ihr Album "Back to Black" von 2006 gewann fünf Grammys. Später machte sie allerdings mehr mit Alkohol und Drogeneskapaden als mit ihrer Musik auf sich aufmerksam. (sda)