Herr Rothenbühler, Sie forderten gegenüber «20 Minuten» die Entlassung der Kommunikationsberater von Bundespräsident Schneider-Ammann. Meinten Sie dies ernst?
Klar, die sind hochbezahlt und dafür da, den Chef in jeder Kommunikationssituation gut aussehen zu lassen. Das müsste auch bei Schneider-Ammann möglich sein.
Gab es auf Ihre Forderung Reaktionen aus Bundesbern?
Nein, noch nicht.
In Frankreich sorgte die Ansprache von Herrn Schneider-Ammann für grosses Aufsehen, sie gilt mittlerweile als «Kult». Ein bisschen salopp gefragt: ist dies nicht beste Werbung für unsere Regierung?
Nein, überhaupt nicht. Die sehen sich bestätigt in ihrer Vorstellung vom hölzernen Schweizer, der weder Charme noch Eloquenz hat.
Sie sprechen von einer «Katastrophe». Aber ist ein solches Video nicht besser als überhaupt nicht aufzufallen?
Das sehen nur Youtube-Freaks so.
Ist diese Ansprache in der Romandie ein Thema?
Ein grosses Thema! Es sind Titelgeschichten, Beiträge in der Tagesschau und Radiosendungen gefolgt. Der Tenor: das hätte man dem Bundespräsident und uns ersparen müssen.
Sie kennen ja sehr viele Prominente in der Schweiz. Wie gut sind Sie mit Herrn Schneider-Ammann bekannt?
Nur am Rande. Ich respektiere ihn als Minister.
Wie reagieren Sie, wenn Sie ihn nächstes Mal treffen und er Sie auf den «Trottel-Deutschschweizer», wie Sie ihn bezeichnet haben, ansprechen?
So sehen es die Welschen, nicht ich.
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