Die Burgdorfer Krimitage warten im November mit der Uraufführung eines Stücks des langjährigen Griechenland-Korrespondenten Werner van Gent auf. Er geht der Frage nach, was mit dem Goldschatz passierte, den Medea und Jason in der griechischen Mythologie nach Korinth schleppten.
Laut dem am Montag in Burgdorf den Medien vorgestellten Programm führen die Spuren in diesem Fall in die Schweiz, konkret an die Zürcher Bahnhofstrasse. Dort stossen US-amerikanische Steuerfahnder auf den Schatz und der Mordfall Medea muss neu aufgerollt werden.
"Medea Inc. in Switzerland": So nennt van Gent sein Stück, das in Burgdorf als szenische Lesung gezeigt wird. Der Journalist tritt darin selber auf.
Realitätscheck des "Bestatters"
Weitere bekannte Namen der elften Ausgabe der alle zwei Jahre stattfindenden Krimitage sind etwa Wolf Haas und Mike Müller. Müller und sein TV-Team lassen die Ermittlungsmethoden der TV-Serie "Der Bestatter" einem Realitätscheck unterziehen. Profis aus der Justiz sagen, ob die TV-Fiktion der Realität standhält.
"Rien à déclarer - von Schmugglern, Zöllnern und heisser Ware": So heisst eine Ausstellung, die während der Krimitage in Burgdorf gezeigt wird. Besucher der Krimitage können den Organisatoren anonym "ihr liebstes Schmuggelgut" abgeben, dieses wird Teil der Schau.
Die Burgdorfer Krimitage - ein Mix aus Lesungen, Theater, Filmvorführungen, Fest, Ausstellungen und Justiztagung - beginnen am 31. Oktober und enden am 9. November. (sda)