Der Westschweizer David Vuillaume, Generalsekretär des Verbandes der Museen der Schweiz (VMS), ist am 8. November 2014 in Bologna zum Präsident des Europäischen Museumsverbandes ernannt worden. Das Network of European Museum Organisations (NEMO) ist der Dachverband der nationalen Museumsverbände in Europa. Aktiv in 32 Mitgliedstaaten des Europarates, vertritt der Europäische Museumsverband NEMO die Interessen von mehr als 30‘000 Museen gegenüber den europäischen Instanzen und stärkt die zahlreichen professionellen Austauschprogramme innerhalb des Museumssektors. Seit der Gründung des Netzwerks 1992 sei es das erste Mal, dass ein Schweizer Präsident wird, heisst es in der Mitteilung.
David Vuillaume leitet seit 2006 das Generalsekretariat des Verbandes der Museen der Schweiz VMS. 1973 in Porrentruy geboren, hat der Jurassier Kunstgeschichte, Museologie und Betriebswirt- schaft studiert und für diverse Museen und Institutionen gearbeitet. Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit ist Vuillaume Stiftungsratsmitglied des Schweizerischen Museumspasses. Erst 2012 in den Vorstand vom Europäischen Museumsverband gewählt, ist er heute dessen Präsident.
Der neue Präsident will sich dafür einsetzen, dass der Austausch zwischen europäischen Museumsnetzwerken intensiviert wird, um das Niveau der Professionalisierung anzugleichen. Er bekennt sich ausdrücklich für die Werte der Museen, insbesondere für ihre soziale Rolle in Krisenzeiten, sowohl wirtschaftlich als auch kulturell. (pd)