Wieder beim Konzert Theater Bern

Stephan Märki - Sieht grosses Entwicklungspotenzial.

Nach 30 Jahren in Deutschland kehrt der Schweizer Regisseur und Intendant Stephan Märki in die Heimat zurück. Als Direktor von Konzert Theater Bern soll er dafür sorgen, dass der Zusammenschluss von Stadttheater und Symphonieorchester ein Erfolg wird. Märkis Berufung war am Dienstagabend vom bisherigem Arbeitgeber, dem Deutschen Nationaltheater (DNT) in Weimar, publik gemacht worden. Am Mittwoch wurde der 56-Jährige den Medien in Bern präsentiert.

Will Schwierigkeiten angehen

Märki sieht beim Konzert Theater Bern nach eigenen Worten "ein grosses Entwicklungspotenzial". Die bestehenden Schwierigkeiten verkenne er nicht, doch letztlich sei es für ihn reizvoller, solche Schwierigkeiten anzugehen als anderswo einfach in die Fussstapfen eines erfolgreichen Vorgängers zu treten. Der neue Direktor bezeichnete sich als "leidenschaftlichen Anhänger des Vierspartenhauses". Diese Struktur sei ihm aus Weimar bestens vertraut. "Vieles, was in Bern als problematisch diskutiert wurde, ist für mich eigentlich selbstverständlich." Marcel Brülhart äusserte als Projektleiter die Erwartung, dass Märki das Konzert Theater Bern nicht nur zu künstlerischem und betrieblichem, sondern auch zu gesellschaftlichem Erfolg führe. Das KTB müsse fest in der Stadt verwurzelt sein, die Menschen sollten sich vom Stadttheater angezogen fühlen.

Inszenierungen ausgeschlossen

Stiftungsratspräsident Hans Lauri bezeichnete Märki als "Glücksfall für Bern". Ursprünglich habe man für den Direktorenjob eine Persönlichkeit mit betriebswirtschaftlicher Ausrichtung gesucht. Doch dann habe man erkannt, dass der künstlerische Hintergrund doch stärker gewichtet werden müsse. Märki erfülle beide Kriterien. Eine Tätigkeit Märkis als Regisseur in Bern ist aber im Anstellungsvertrag ausdrücklich ausgeschlossen, wie Lauri betonte. Schliesslich solle der neue Direktor "das Haus inszenieren" und nicht sich selber. (sda)