Im Schiffbau in Zürich wurde in einer feierlichen Gala der wichtigste Schweizer Musikpreis verliehen. In den Kategorien Best Song National und Best Album Urban National gingen zwei Trophäen an einen Künstler: Stress hat mit dem Titel "Tous les mêmes" und dem dazugehörigen Album "Des Rois, Des Pions et Des Fous" gleich doppelt abgeräumt.
Zwei Awards gingen auch an die Schweizer Ausnahmekünstler von Yello, die den Outstanding Achievement Award entgegennehmen durften und mit dem Sieg in der Kategorie Best Album Pop/Rock National auch gleich bewiesen, dass sie dreissig Jahre nach der Gründung noch lange nicht zum alten Eisen gehören. Der erstmals vergebene Jury Award überreichte Jurypräsident Bänz Friedli der Zürcher Rapperin Big Zis. Als Newcomer des Jahres wurden die Bieler Band Pegasus und die Neuentdeckung Milow ausgezeichnet. Der belgische Sänger und Songwriter nahm den Preis persönlich entgegen. In den internationalen Kategorien gewannen P!nk für das beste Pop/Rock-Album, Black Eyed Peas für das beste Album Urban und Lady Gaga, die mit "Poker Face" den Preis für den Best Song International gewann.
Die Swiss Music Awards hatten auf der Bühne einiges zu bieten: Für gute Stimmung sorgten bereits am Anfang Sens Unik. Sie präsentierten zum ersten Mal überhaupt einen Song aus dem Reunion-Album. Auf dem Programm standen auch Dada Ante Portas, Baschi, Lunik, Bushido (der den selbstbewussten Schlusspunkt setzte) und zum ersten Mal in der Deutschschweiz der französische Hitsänger Christophe Maé und Chartsqueen Ke$ha. Diese musste ihren Auftritt vorverlegen, um den Flieger zu erwischen. Die spontane Änderung im Ablauf und die dadurch entstandene gut viertelstündige, unfreiwillige Pause überbrückte das Moderationsduo Melanie Winiger und Marco Fritsche mit viel Schwung und Süffisanz. Besonders Fritsche bewies dabei mit seinen kecken Bemerkungen Weltklasseniveau. Als Ke$ha auch nach mehrfacher Aufforderung noch immer nicht erschien, packte Sänger Marc Sway die Chance und intonierte spontan seine neue Single. Das Publikum war begeistert.
Oliver Rosa, Executive Producer der Show, zeigte sich laut Pressemitteilung dennoch gelassen und erfreut: "Bei einem internationalen Stargästen wie Ke$ha können solche Dinge immer vorkommen. Die Swiss Music Awards sind eine Veranstaltung, die genau wie Marc Sway die Musik im Herzen trägt. Ich danke ihm dafür, dass er das bei uns auf der Bühne gezeigt hat."
Die Nominierungen wurden von einer offiziellen Academy vorgenommen, die sich aus rund 70 Vertretern der Unterhaltungsindustrie und der Medien zusammensetzt. Die Sieger der Swiss Music Awards werden mittels drei Faktoren ermittelt: Publikumsvoting, Jurystimmen und Verkaufszahlen. Lediglich für den Jury Award zählt ausschliesslich das Verdikt der Jury. Der Outstanding Achievement Award wird vom Veranstalter, der IFPI Schweiz, vergeben.
Die weiteren Awardgewinner sind hier abrufbar.

