Zehn Prozent der Gäste sagen ab

"Giacobbo Müller" - Viele Politiker haben angeblich Angst vor Sendungsbesuch.

Den Gästeplatz in der Schweizer Late-Night-Show "Giacobbo & Müller" bezeichnen Politiker mittlerweile angeblich als "heissen Stuhl". "Rund zehn Prozent der angefragten Gäste sagen ab, weil sie sich einen Auftritt nicht zutrauen, obwohl ihnen die Sendung grundsätzlich sehr gut gefällt", sagt Rolf Tschäppät, Redaktionsleiter von "Giacobbo & Müller", gegenüber der Zeitung "Sonntag". Dafür hat der Berner Stadtpräsident Alexander Tschäppät vollstes Verständnis: "Ich hatte schlaflose Nächte und hatte natürlich ausgiebig Zeit, mir Horrorszenarien für meinen Auftritt zu überlegen", sagt er. Doch jemanden blossstellen will keiner. Es sei zwar eine satirische Late-Night-Show, sie hätten allerdings den Anspruch, dass die Moderatoren und Gäste "zwischendurch auch sachlich und ernst" über ein Thema sprechen können. "Die Aufgabe der Gäste ist nicht, möglichst lustig zu sein, sondern möglichst echt", wird Redaktionsleiter Tschäppät weiter zitiert.