Der Condé Nast Verlag hat erstmals seine Archive in New York, Paris, London und Mailand geöffnet und Einblicke in seine Fotosammlung gewährt. Aus diesem Bestand hat die Kuratorin Nathalie Herschdorfer für das Museum Bellerive eine Essenz aus 100 Jahren Modefotografie zusammengestellt – von seltenen Fotografien der Anfänge bis hin zu spektakulären zeitgenössischen Werken.
Die Ausstellung umfasst rund 150 Vintage-Prints sowie Magazine im Original und gibt einen Überblick über Modefotografie und deren Entwicklung – von den klassischen Bildkompositionen der Gründungsväter wie Edward Steichen und Georg Hoyningen-Huene über die experimentelle Fotografie von Erwin Blumenfeld, der Sexualisierung und des Voyerismus von Helmut Newton, der coolen Eleganz von Peter Lindbergh bis hin zu Arbeiten von Mario Testino und Tim Walker.
Edward Steichen, American Vogue, Dezember 1923
Constantin Joffé, American Vogue, September 1945
Clifford Coffin, American Vogue, Juni 1949
Norman Parkinson, Glamour, Oktober 1949
Deborah Turbeville, American Vogue, Mai 1975
1233 Aldridge, Vogue Italia, September 2002
Sebastian Kim, Teen Vogue, Januar 2011
Seit seiner Gründung 1909 hat der Condé Nast Verlag nicht nur Printmedien wie "Vogue", "Vanity Fair" und "Glamour" etabliert, sondern über mehr als 100 Jahre das Bild von Mode und des Menschen mitgeprägt. Die enorme Wirkungskraft der Modefotografie hat der legendäre Verleger Condé Nast früh erkannt und für seine Magazine einen bis heute prägenden Stil entworfen.
Seine Publikationen haben die Haute Couture erst zur Kunst erhoben. Mit seinem einzigartigen Gespür für die Entdeckung neuer Talente hat er die besten Fotografen entdeckt, die Karrieren renommiertester Modefotografen gefördert und damit ein ganzes künstlerisches Genre nachhaltig geprägt.
Die Ausstellung im Museum Bellerive an der Höschgasse ist vom 11. Juli bis zum 19. Oktober 2014 geöffnet. (pd)
Bilder: Condé Nast