Das Open Air St. Gallen kämpft mit einer ungewöhnlichen Neuerung gegen stetig steigende Abfallberge: Wer im nächsten Sommer auf dem Gelände im Sittertobel campieren will, muss ein Depot von 20 Franken für jedes mitgebrachte Zelt zahlen. "Wir wollen nach dem Verursacherprinzip handeln", sagte Festivalsprecherin Sabine Bianchi am Dienstag.
Die Besucher müssten mehr Verantwortung übernehmen. Bei den Bechern und beim Geschirr habe sich das Depotsystem bewährt. "Jene, die umweltbewusst handeln, bekommen ihr Depot wieder zurück", sagte Bianchi. Die Kosten für die Entsorgung des Materials, das jedes Jahr liegen bleibe, überstiegen allfällige Einnahmen bei Weitem.
Die Besucher lassen nicht nur Müll, Stroh, Grillsets und Liegestühle zurück, auch Hunderte von Pavillons und Zelte stehen nach Festivalschluss auf dem Gelände. (sda)
Zeltgebühr im Sittertobel
Open Air St. Gallen - Musikfestival tritt den Kampf gegen den Abfall an.