Die grossen Hollywood-Studios wollen sich bei der Produktion künftiger Film-Highlights wieder stärker auf "alte Werte" besinnen und der Kinoleinwand einen höheren Stellenwert einräumen. Während man sich im vergangenen Jahrzehnt vor allem auf das gut laufende DVD-Geschäft als Umsatztreiber verlassen hatte, soll das Hauptaugenmerk in Zukunft wieder verstärkt auf das ursprüngliche Kerngeschäftsfeld an den Kinokassen gelegt werden. Hintergrund des Strategiewechsels sind vor allem die in jüngster Vergangenheit drastisch eingebrochenen DVD-Verkäufe.
Diese sind laut Bericht der "New York Times" durch die gegenwärtige Rezession, einen gesättigten Markt und das Hinwenden der Nutzer zu Internetangeboten im Vergleich zum Vorjahr um unglaubliche 40 Prozent zurückgegangen. Dem gegenüber stehen die Kinokarten, bei denen derzeit trotz anhaltender Finanzkrise um 14 Prozent steigende Umsätze verzeichnet werden.
Der "New York Times" zufolge haben sich die Hollywood-Studios im vergangenen Jahrzehnt bei geplanten Filmproduktionen grossteils auf das gut laufende DVD-Geschäft verlassen. Als Resultat dieser Denkweise wurden oft auch solche Projekte unterstützt, denen an den Kinokassen lediglich ein mässiger Erfolg prophezeit wurde. Dies sollte dann letztendlich durch die entsprechenden DVD-Verkäufe wieder wettgemacht werden. (pte)