«Schlechte Werbung kann das Online-Erlebnis von Nutzern ruinieren»: Scott Spencer ist als Director of Product Management für nachhaltige Werbung bei Google zuständig. Am Mittwoch hat das IT-Unternehmen den diesjährigen Bad Ads Report veröffentlicht. 1,7 Milliarden Mal hat das Unternehmen 2016 eingegriffen, weil die Anzeigen gegen die eigenen Richtlinien verstossen hat. Das ist fast doppelt so oft wie im Vorjahr. «Wenn es eine Sekunde brauchen würde, um eine Werbung vom Netz zu nehmen, hätten wir 50 Jahre für alle gebraucht», witzelt Spencer. Zum Glück würden die Produkte von Google viel schneller arbeiten.
Laut dem Google-Manager sind zwei systematische Veränderungen für die Zunahme der vernichteten Anzeigen verantwortlich. Einerseits wurde der Schutz der Nutzer vor irreführenden Produkten verstärkt. So würde zum Beispiel Werbung für Kredite und Darlehen blockiert, die hohe Risiken für den Konsumenten zur Folge haben könnten. Fünf Millionen solcher Ads sortierte Google in den vergangenen fünf Monaten aus. Als Punkt zwei nennt Spencer die verbesserten technologischen Möglichkeiten, solche schlechten Ads herauszufiltern. (wid)