Rund hundert Gäste und Mitarbeitende fanden den Weg ins Berner Bierhübeli um auf den zwanzigsten Geburtstag von Maxomedia anzustossen. Eingeladen waren Kunden, Geschäftspartner und Freunde der Agentur. Ihnen dankte CEO Bernhard Herzig in seiner Ansprache auch als erstes. Grösstes Merci galt aber den vielen Mitarbeitenden – der gegenwärtigen Mannschaft sowie den Weggefährten vergangener Tage.
Herr Herzig, Sie waren von Anfang an dabei: Wie hat sich Maxomedia in den letzten 20 Jahren entwickelt?
Wir haben uns in zwei Punkten verändert. Erstens: Anfangs waren wir eine Handvoll Freunde. Strukturen gab es keine. Unsere Aufmerksamkeit galt den Projekten, an denen wir Tag und Nacht arbeiteten. Heute sind wir knapp 50 Personen. Da kommen wir natürlich nicht um Prozesse und Reportings herum. Das Wachstum brachte verschiedene Organisationsformen mit sich. Dabei haben wir gelernt, dass es keinen perfekten Ansatz gibt. Heute zeigt sich: Der Weg war das Ziel. Da wir uns immer wieder veränderten, blieben wir fit. Zweitens sind wir wohl als einzige Agentur in den 2000er Jahren von der digitalen in die klassische Werbung expandiert. Als wir 1996 an den Start gingen, war crossmedial noch ein Fremdwort. Wir wurden als Spezialagentur klassifiziert, uns traute man keine klassischen Kampagnen mit Fernsehspots zu. Heute werden wir als kompetenter Sparringpartner in allen Disziplinen wahrgenommen.
Welches war der bisher schwierigste Moment im Leben der Agentur?
Zum Glück gab es keine tragischen Ereignisse – schwierige Momente hingegen schon. Einbrecher klauten uns einmal über Nacht alle Workstations, Notebooks und Monitore. Da war in den darauffolgenden Tagen natürlich die Hölle los und wir mussten viel improvisieren. An solchen Erfahrungen wächst man. Schliesslich haben wir gemeinsam alle Hürden erfolgreich genommen – was nicht heisst, dass wir uns nach unüberwindbaren Hindernissen sehnen.
Sie hatten zwischenzeitlich einen Standort in Zürich. Ist das wieder ein Thema?
Nein, das ist derzeit kein Thema mehr. Wir haben unseren Co-Creation- und Co-Working-Ansatz optimiert. Die Zusammenarbeit funktioniert deutlich besser, wenn alle Mitarbeitende an unserem Standort in Bern beheimatet sind. Bei uns spielt der persönliche Kontakt nach wie vor eine wichtige Rolle.
Welches sind die Vorzüge am Standort Bern?
Nun, einerseits die Nähe zu unseren Berner Kunden, andererseits zählen aber auch die geografische und dadurch emotionale Nähe zur Romandie. Wir erleben, dass dies in vielen Projekten ein immer wichtiger werdendes Argument ist.
Wo sehen Sie die Trends für 2017? Welche Mediengattung, Technologie wird an Bedeutung gewinnen?
Video – insbesondere Videocontent – wird weiter an Bedeutung zunehmen. Digital Commerce wird schon bald omnipräsent sein – und schrittweise von den KMUs entdeckt. Auch Virtual Reality ist bei uns derzeit ein grosses Thema. Diese neue Technologie wird schon bald das experimentelle Stadium hinter sich lassen und in die Welt der Kommunikation sowie der Werbung einziehen. Online-Advertising mit höherem Kundennutzen und gesteigerter Interaktion wird ebenfalls einen Boost erfahren. Insbesondere im Bereich Mobile Advertising werden wir noch einige Neuerungen erleben. Zu guter Letzt sind da die Datenberge, welche für die Werbung sinnvoll nutzbar gemacht werden können. Endlich ermöglichen neue Technologien, Daten im Rahmen von Kampagnen in Echtzeit zu nutzen – und nicht mehr ‘nur’ für die Erstellung der Zielgruppen. Dank diesen Technologien können wir auch in das Feld des Predictive-Advertising vorstossen.
Mit welchen Kompetenzen und Projekten bringt sich Maxomedia hier in Position?
Uns ist es wichtig, dass wir auch in Zukunft immer wieder neue Trends setzen. Eine Möglichkeit sehen wir in der Verbindung von Digital Commerce mit Advertising und CRM. Um eine packende Virtual-Reality-Anwendung zu kreieren, sind wir seit längerem gut aufgestellt. Da arbeiten wir an verschiedenen Interaktionskonzepten. Das Mass und die Art der Interaktion wird zentral sein für die User Experience.
Welches ist ihr Hauptziel für die nächsten 20 Jahre?
Wir werden hoffentlich auch weiterhin immer einen Schritt voraus sein. Vor allem wollen wir an bisher Geleistetem anknüpfen und weitere tausende Projekte für unsere Kunden realisieren. Mit einem so inspirierenden Team wird uns das auch zukünftig gelingen.