Aufatmen bei der Schweizer Werbewirtschaft

Media Research Group - Der Branche stehen im nächsten Jahr 5,41 Milliarden Franken zur Verfügung.

Die zu Beginn des Jahres ins Stocken geratene Werbewirtschaft löse sich langsam vom Bremspedal – allerdings noch nicht ganz. Dies schreibt die Media Research Group in ihrer neusten Untersuchung. Wurde am Jahresanfang noch ein Rückgang des Kommunikationsvolumen der Schweizer Wirtschaft um 7,3 Prozent prognostiziert, so rechnet das Marktforschungsunternehmen jetzt nur noch mit einem kleinen weiteren Rückgang von 0,9 Prozent.

Das der Schweizer Werbewirtschaft für die nächsten 12 Monate zur Verfügung stehende Kommunikationsvolumen betrage 5,41 Milliarden Franken. Dies komme im Vergleich zu 2014 einer Volumenreduktion von fast einer halben Milliarde gleich, schreibt die Media Research Group. Selbst im Vergleich zur ersten Erhebung in diesem Jahr resultiere nochmals eine Volumeneinbusse von 40 Millionen Franken (-0,9 %). 

Neben der Höhe des verfügbaren Kommunikationsbudgets wurde auch dessen Aufteilung auf die einzelnen Media- und Kommunikationsgattungen erfragt. Obwohl die klassische Kommunikation insgesamt um 50 Millionen Franken zurückgeht, vermag sie ihren Anteil an der gesamten Kommunikation um 0,4 auf 51,9 Prozentpunkte zu erhöhen. Stark dazu trägt die TV-Werbung bei, die ihren Anteil im Mediamix um 0,4 Prozente erhöhen könne. Grösster Leidtragender seien die Zeitschriften, deren Anteil um 0,9 Prozente sinkt. Praktisch ungeschoren kommen diesmal die Zeitungen davon.

Zweimal pro Jahr werden die Top-750-Werbeauftraggeber über ihr Kommunikationsverhalten in den kommenden 12 Monaten befragt. In der ersten Befragung haben 366, in der soeben abgeschlossenen zweiten Befragung 375 Auftraggeber ihre Kommunikation offen gelegt, so das Marktforschungsunternehmen. (pd)