Austauschprogramm ins Leben gerufen

ADCE - Der Art Directors Club of Europe hat am 21. Februar ein neues Bildungsprogramm für seine Mitglieder lanciert. Es richtet sich an Kreative, die daran interessiert sind, ein paar Wochen im Ausland zu arbeiten – sowie Agenturen und Studios, die sie aufnehmen möchten.

Ziel des Programms ist ein Austausch zwischen Kreativen verschiedener Agenturen und Studios in ganz Europa. «Das Programm ist eine fantastische Möglichkeit für Kreative, ihre beruflichen Fähigkeiten weiterzuentwickeln, während sie im Ausland arbeiten, ohne ihren Job aufgeben zu müssen», heisst es in einer Mitteilung. Gleichzeitig würde dies Agenturen und Studios ermöglichen, von einem breiten Spektrum an Talenten aus anderen Kulturen, Ländern und Hintergründen zu profitieren. 

Ab 21. Februar bis am 29. April können sich Fachleute mit mindestens zwei Jahren Berufserfahrung – die derzeit in einer Agentur oder einem Studio arbeiten und dem ADCE-Netzwerk angehören –bewerben. Unter diesem Link geht es zur Ausschreibung. Nach der Einreichung der Bewerbung wird das ADCE-Büro alle Agenturen und Studios auflisten und die «perfekte Übereinstimmung» herstellen. 

Vor der Pandemie hatte ADCE einen Pilotversuch mit zwei führenden Agenturen durchgeführt: ComOn in Portugal und Hasan & Partners in Finnland. Dieser Versuch legte gemäss Mitteilung den Grundstein für das heute gestartete Agenturaustauschprogramm. Wie diese Erfahrung für die Teilnehmer war, ist in diesen Videos zu sehen:

Obwohl die Menschen in der Werbebranche unabhängig von ihrem Geburtsland viele Gemeinsamkeiten haben, seien die kulturellen Unterschiede und Hintergründe zwischen den verschiedenen europäischen Destinationen «erschreckend». Dieses Programm richtet sich gemäss Mitteilung an Kreative, die aufgeschlossen, mutig und proaktiv sind und gerne neue Werkzeuge, Arbeitsmethoden und Verfahren kennenlernen möchten.

Das Austauschprogramm sollte mindestens vier bis sechs Wochen dauern, und die Austauschteilnehmer sollten ihren Lohn bei ihrer Agentur/ihrem Studio behalten. Obwohl die Reisekosten vom Austauschteilnehmer oder seiner Agentur beziehungsweise seinem Studio getragen werden sollten, stellen die Gastagenturen und -studios eine Unterkunft während des Austauschs zur Verfügung. (pd/tim)