Bund bestimmt seinen Agenturpool

Zuschlag - In Flagranti, Komet, Scholz & Friends und Wirz setzen sich gegen zehn Mitbewerber durch. Das Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) hat ihnen den Zuschlag für die Agenturleistungen der Bundesverwaltung erteilt.

Insgesamt 14 Agenturen hatten sich an der öffentlichen Ausschreibung für den Agenturpool 3.0 beteiligt. Wie aus dem am Freitag auf simap.ch publizierten Zuschlag hervorgeht, erhielten In Flagranti aus Lyss, die Komet Werbeagentur aus Bern sowie die Zürcher Agenturen Scholz & Friends Schweiz und Wirz Group den Auftrag. Das Kostendach liegt bei 14,9 Millionen Franken inklusive Mehrwertsteuer. Abgerufen werden höchstens 80'000 Stunden.

Über den Pool bezieht die Bundesverwaltung konzeptionelle und realisierende Agenturleistungen. Gedacht ist er für kleinere, mittlere und zeitlich dringende Aufträge, grosse nationale Kampagnen sind grundsätzlich nicht vorgesehen. Eine Mindestabnahme gibt es nicht: Im konkreten Bedarfsfall wird jeweils ein Wettbewerb unter den vier Zuschlagsempfängern durchgeführt.

In der Begründung hebt das BBL bei In Flagranti das tiefste Preisangebot hervor, verbunden mit einer sehr guten Erfüllung der Qualitätskriterien. Wirz und Komet überzeugten mit einer fast maximalen beziehungsweise sehr hohen Qualitätsbewertung und einem attraktiven Preis. Bei Scholz & Friends gab vor allem die fast maximale Erfüllung der qualitativen Kriterien den Ausschlag.

Das BBL gehört zum Eidgenössischen Finanzdepartement und ist eine der zentralen Beschaffungsstellen des Bundes. Mit dem Pool will es Volumen bündeln, standardisieren und Kosten sparen. Der Zuschlag ist noch nicht rechtskräftig: Die unterlegenen Anbieter können innert 20 Tagen Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht einreichen. (cbe)