Seit Jahren wirbt die Branchenorganisation Proviande für Schweizer Fleisch. «Schweizer Fleisch. Alles andere ist Beilage», lautete der Claim während Jahren. Vor einigen Wochen wurde der neu präsentiertet: «Schweizer Fleisch – der feine Unterschied». Für solche Marketingmassnahmen erhält Proviande vom Bund finanzielle Unterstützung. 5,9 Millionen Franken waren es im laufenden Jahr laut dem Verband.
Für den SP-Nationalrat Beat Jens ist das zuviel. «Es ist nicht Aufgabe des Bundes, Werbung zu machen für Schweizer Fleisch», sagt er gegenüber der «Neuen Zürcher Zeitung». Jens verlangt, die Bundessubventionsgelder für die Fleischwerbung zu streichen. Dafür hat er eine parlamentarische Initiative eingereicht, die im Nationalrat wohl noch in dieser Session behandelt wird.
«Diese Botschaft ist wichtig»
Bei Proviande fände man es «schade», wenn die Subventionen wegfallen würde, wie Marcel Portmann, Leiter M & K, auf Anfrage von persoenlich.com erklärt. Die neue Kampagne liefere transparente Fakten, damit Herr und Frau Schweizer sich bewusst für einheimisches Fleisch entscheiden. Es sei wichtig, diese Botschaft zu verbreiten.
Die Chancen, dass Jens Anliegen im Nationalrat auf offene Ohren stösst, sind jedoch klein. Die vorberatende Kommission hat die Vorlage mit 17 zu 6 Stimmen klar abgelehnt. (wid)