Bund will Vereinbarung im November unterzeichnen

Süsswarenwerbung - Über 30 Firmen sind bereit, auf Werbung zu verzichten, die auf Kinder unter 13 Jahren zielt. Gewisse grosse Marken sind nicht dabei.

Der Bund will im November mit Industrie und Detailhandel eine Vereinbarung unterzeichnen, die Werbung für Süsswaren, Snacks und Süssgetränke an Kinder unter 13 Jahren untersagt. Das berichtet die Schweiz am Wochenende. Die Regeln sollen ab 2027 gelten. Bereits gebuchte Werbung darf noch ausgespielt werden. Die Teilnahme ist freiwillig.

Gemäss Artikel haben bislang über 30 Firmen zugesagt, darunter Migros, Coop, Aldi, Lidl, Lindt, Wander, Emmi, Froneri, McDonald’s, Red Bull und Storck. Als Gründe für die breite Beteiligung nennt der Bericht den politischen und gesellschaftlichen Druck: Laut einer Umfrage im Auftrag der Softdrinkproduzenten befürworten acht von zehn Stimmberechtigten ein solches Verbot. Hinzu komme die Aussicht auf eine gesetzliche Regulierung, wie sie andere Länder kennen.

Nicht unterzeichnen wollen laut Schweiz am Wochenende unter anderem Ferrero, Magnum, Mars, Danone und Mondelez sowie die Schweizer Guetzlihersteller Kambly und Kägi. Sie verweisen auf die Branchenverbände Chocosuisse und Biscosuisse. Biscosuisse teilte mit, viele Mitglieder hätten eigene Richtlinien für einen verantwortungsvollen Umgang mit Werbung oder schalteten gar keine an Kinder gerichtete Werbung. Man sehe daher keinen Handlungsbedarf. Haribo, Trolli, Camille Bloch und Maestrani haben sich bislang nicht geäussert. (spo)