Verglichen mit der grösstenteils eher etwas unentschlossen wirkenden Spezialwerbung der Unternehmen für ihr Expo-Engagement (O-Ton Publicis) ist die Migros-Kampagne "M ist an der Expo.02" eine, die diesen Namen verdient. Das fehlende M hat denn auch grosse Popularität ausgelöst: Eigenkreationen inspirierter Konsumenten als Wildplakate, Postkarten, auf dem Internet, als Witze, Journalisten haben damit in Schlagzeilen, Bildlegenden und Kolumnen weitergespielt.
Dies hat die Verantwortlichen der Migros dazu veranlasst, die an und für sich abgeschlossene Kampagne jetzt in der "Endphase" der Expo.02 nochmals aufzunehmen. Das auch vor dem Hintergrund, dass einerseits alle Mitbewerber ihre speziellen Werbeauftritte eingestellt haben - was einem gezielten zusätzlichen Auftritt viel Aufmerksamkeit garantiert - und andererseits es ja ein akutes Anliegen der Expo.02 ist, die Besucherzahlen in der letzten Phase nochmals nach oben zu korrigieren.
So sind nun also in der Sonntagspresse drei doppelseitige Motive zu sehen, die alle noch einmal etwas provozieren wollen, die sich tatsächlich noch nicht ins Dreiseen-Gebiet bewegt haben - also so gesehen die SCHLAF ÜTZEN, SCHLAU MEIER und KULTUR UFFEL.
Verantwortlich bei der Migros: Beat Mühlemann (Leiter Marketing Kommunikation), Claudia Haueter (stv. Leiter Marketing Kommunikation); bei Publicis, Zürich: Florin Wacker (Art Direction), Markus Tränkle (Text), Jean Etienne Aebi, Markus Gut (Creative Direction), Harry Zogg, Lukas Tenger (Beratung).