Der erste Impfstoff gegen das Coronavirus ist am Dienstag in der Schweiz angekommen – just zum gleichen Zeitpunkt, zu welchem eine Mutation des Coronavirus Fragen aufwirft. Am Mittwoch soll in den Kantonen dann die grösste Impfaktion in der Geschichte des Landes anrollen. Als erste Kantone wollen unter anderem Luzern und Appenzell Innerrhoden die ersten Injektionen verabreichen.
Parallel zu den ersten Impfungen lanciert das Bundesamt für Gesundheit (BAG) ab dem 24. Dezember eine breit angelegte, mehrstufige Informationskampagne. Die Covid-19-Impfung komme bald, heisst es auf den mit Porträts von älteren Menschen an Smartphones illustrierten Werbemitteln. Viele würden sich und ihre Mitmenschen so vor dem Coronavirus schützen wollen, steht auf den Sujets. Aber es gebe auch offene Fragen.
Die Menschen in der Schweiz sollen über transparente und verständliche Informationen verfügen, um ihre Impfentscheidung treffen zu können. «Der Appell der Kampagne lautet: Informieren Sie sich», sagte BAG-Kampagnenleiter Adrian Kammer am Dienstag am Point de Presse zum Coronavirus auf Fachebene.
Den Unklarheiten rund um die Impfung wollen die Behörden mit einer Informationsoffensive begegnen. Inserate machen in einem ersten Schritt auf das Angebot auf dem Informationsportal bag-coronavirus.ch/impfung aufmerksam. Diese enthält Angaben zum Impfplan, Argumente zum Impfen sowie zur Funktionsweise und den Nebenwirkungen.
Unter der Telefonnummer 058 377 88 92 ist die nationale Infoline Covid-19-Impfung zu erreichen, sie ist von 6 bis 23 Uhr in Betrieb. Für die häufigsten Fragen gibt es zudem einen WhatsApp-Chat unter der Nummer 079 155 11 05 (Unterhaltung mit Wort «Start» beginnen).
Die BAG-Website zum Thema Impfen wird laufend aktualisiert, wie es in einer Mitteilung heisst. Die Informationen werden zusätzlich über Print- und Onlinemedien sowie über die Social-Media-Kanäle verbreitet.
Anfang Januar lanciert das BAG zusammen mit Rod Kommunikation zudem eine Informationskampagne mit Personen aus dem Gesundheitswesen, die sich impfen lassen.
Der Bund betonte am Dienstag erneut, Impfungen in der Schweiz seien freiwillig. Eine Impfpflicht sei nicht vorgesehen. Da die Impfdosen gestaffelt in der Schweiz eintreffen würden, werde die Impfung der Bevölkerung Monate dauern. (sda/pd/cbe)