Wandern ist die beliebteste Sportaktivität der Schweizerinnen und Schweizer: 57 Prozent der Bevölkerung ab 15 Jahren wandern regelmässig, wie es in einer Mitteilung vom Montag heisst.
In der Kampagne danken stellvertretend zehn Frauen und Männer für lückenlos signalisierte Wanderwege. Yohualli Muñoz ist eine von ihnen: «Ich bin dankbar für die gut unterhaltenen Wanderwege und die zuverlässigen Markierungen. So kann ich eindrucksvolle Landschaften entdecken und unbeschwert Touren mit meinen Freunden unternehmen.»
Während 96 Prozent der Menschen in der Schweiz die gelben Wegweiser kennen, wissen nur 10 Prozent, wer sich um diese kümmert. «Darüber habe ich mir früher auch kaum Gedanken gemacht. Heute helfe ich aber gerne mit, die Leistungen der Freiwilligen bekannter zu machen und mit meinem ‹Merci› etwas zurückzugeben», erklärt die 25-jährige Geologiestudentin ihre Motivation, bei der Kampagne mitzuwirken.
Freiwillige im Einsatz
Ebenfalls Teil der Kampagne sind vier der schweizweit über 1500 Freiwilligen. Dazu gehört Peter Schaffner, der seit sechs Jahren bei den Zürcher Wanderwegen im Ehrenamt tätig ist: «Wandern ist meine Passion. Das Engagement dafür ist eine Herzenssache», erklärt der Klotener. «Ab und zu sprechen mich Wandernde während meiner Kontrolltouren an und bedanken sich für meine Arbeit – das ist mein grösster Lohn. Trotzdem ist es schön, dass unsere Leistungen nun auch öffentlich wert-geschätzt werden», ergänzt er.
Landesweit werden alle Wanderwege mindestens einmal pro Jahr von den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der 26 kantonalen Wanderweg-Organisationen kontrolliert. Dabei reinigen, montieren oder ersetzen sie Wegweiser, malen Zwischenmarkierungen oder führen je nach Kanton auch einfache Unterhaltsarbeiten durch.
So kommen jährlich mehr als 86’000 Stunden Freiwilligenarbeit zusammen, wovon rund vier Millionen Schweizer Wanderinnen und Wanderer profitieren. Ohne den Beitrag der Freiwilligen sowie die finanzielle Unterstützung von Privaten, Firmen und der öffentlichen Hand wäre die kostenlose Bereitstellung attraktiver und zuverlässig signalisierter Wanderwege nicht möglich. Denn die Wege auf dem offiziellen Wanderwegnetz müssen per Gesetz frei begehbar sein.
Eine Kampagne mit Signalwirkung
«Ich bin selbst leidenschaftliche Wanderin. Aber vor meiner Anstellung bei den Schweizer Wanderwegen war mir nicht bewusst, wie viel Arbeit im Wanderwegnetz steckt», gibt Patricia Cornali, Kommunikationsverantwortliche des Verbands, zu. «Nun kann ich in meiner Funktion mithelfen, dieses Bewusstsein zu schärfen», freut sie sich.
Ziel der Kampagne ist es, die Leistungen der meist im Hintergrund arbeitenden Helferinnen und Helfer sichtbar zu machen und ihnen mittels kurzen Videoporträts ein Gesicht zu geben. «Denn die Existenz von Wanderwegen und deren Signalisation sollte nicht einfach als ‹Service Public› aufgefasst werden», gibt Cornali als Denkanstoss.
Wer mehr über den Verband und seine Arbeit wissen möchte, ein paar der Ehrenamtlichen besser kennenlernen will und wissen möchte, wie deren Einsatz unterstützt werden kann, findet auf der Kampagnenwebsite Informationen. Zentrales Instrument der Kampagne ist ein kurzer Videoclip, der auf verschiedenen Onlinekanälen gestreut wird. Die Kommunikationsmass-nahmen konzentrieren sich auf den Zeitraum August bis Oktober 2021. (pd/lol)