Die Schweizerische Post hat die Kampagne am Dienstag lanciert. Nach eigenen Angaben setzt sie sich damit für die Schreibkultur und «den Brief als Kulturgut» ein. Die Idee stammt laut Marvin Hugentobler von ihm und Jacqueline Rufener. Die beiden hätten sich die Agenturrolle geteilt, sagt er gegenüber persoenlich.com. Die Botschaft lautet: «Die Schweiz schreibt. Schreib mit.» Ein Retro-Trend soll der Brief laut Mitteilung nicht sein. Es gebe «fast nichts Persönlicheres», das man jemandem schicken könne.
Die Sujets greifen die Frage auf, wem man schreiben soll und was. Sie tragen Aufforderungen wie «Schreib einem Lieblingsmenschen, was du viel zu selten sagst», «Schreib deinem Grosi und erzähl von deinen Träumen» oder «Schreib einer Freundin von früher und sag Hallo». Die Post nennt sie «Impulse» und stellt sie Prompts gegenüber: «Wo Prompts uns das Denken abnehmen, geben diese Impulse es uns zurück.»
Auf die Standorte Zürich und Bern sollen weitere folgen. Wo genau sich die Schreibstuben befinden und ab wann sie offen sind, geht aus der Mitteilung nicht hervor. Dort soll man in ruhiger Atmosphäre und trotzdem in Gesellschaft schreiben können. Wer möchte, kann den eigenen Brief einreichen. Eine Auswahl wird in den Schreibstuben ausgestellt und auf schreiben.post.ch veröffentlicht. Ob sie mit ihrem Namen unterschreiben, entscheiden die Verfasserinnen und Verfasser selbst.
Die gesammelten Briefe sollen später ausgestellt werden und eine Momentaufnahme ergeben, die zeigt, «was die Menschen hier und heute bewegt». Die Kampagne wird im kommenden Jahr fortgesetzt.
Regie führte Yannis Petrone, produziert hat TYMA. Gefilmt wurde mit natürlichem Licht auf Kodak Verita 200D. Laut Mitteilung passt das zur neuen Bildsprache der Post. Der Film zeigt Menschen beim Schreiben.
Gesprochen wird nicht, zu hören ist nur das Schreiben. «Schon beim Produktionsbriefing war klar: Dieses Projekt wird auf 16 mm gedreht», lässt sich Petrone in der Mitteilung zitieren. (pd/cbe)