Frank Bodin neuer Präsident

bsw - Peter Felser zum Vize gewählt.

Euro RSCG-Chef Fank Bodin wurde am Donnerstag Abend von der 72. Mitgliederversammlung von bsw leading swiss agencies erwartungsgemäss zum neuen Präsidenten gewählt. Er übernimmt das Amt von Kurt G. Schmid, CEO von Lowe, der im Zug des Zusammenschlusses seiner Agentur mit FCB Leutenegger Krüll zur DraftFCB/Lowe- Group aus dem Vorstand austritt ("persoenlich.com" berichtete).

Neuer Vizepräsident wird Peter Felser, CEO von Spillmann/Felser/Leo Burnett. Als neues Vorstandsmitglied wählte die bsw-Mitgliederversammlung den Chairman und Vorsitzenden der Geschäftsleitung von Publicis, Fredy Collioud. Collioud war bereits von 1994 bis 2002 im Vorstand und präsidierte den Verband 1997/98.

Das Programm des neuen Präsidenten

bsw-Präsident Frank Bodin setzte vier Kriterien an den Beginn seiner Antrittsrede: Professionalität, Kooperation, Integrität und Freude. Er rief die Agenturen zu höchster Professionalität, zu Fairness, Intelligenz und Freude an und durch ihre Arbeit auf. Anhand von "Nägeln mit Köpfchen" skizzierte Bodin seine Ziele für die Verbandsarbeit und führte 6 Herausforderungen für den Verband und die Agenturen sowie die entsprechenden Massnahmen an.

Im Kampf für Nutzungsrechte und Ideen sowie der Trendwende bei den Honorarverhandlungen will der bsw vermehrt für die Rechte der Agenturen und für eine Honorierung einstehen, die dem durch Werbung geschaffenen Mehrwert gerecht wird. Der Verband möchte den Agenturen dazu Schulung und professionelle Unterstützung bei den Vertragsverhandlungen anbieten.

Den Auswirkungen der Marken- und Werbeglobalisierung will Bodin mit einer klaren Profilierung der Schweizer Werbung entgegentreten. Der Werbestandort Schweiz soll gegenüber internationalen Auftraggebern und international tätigen Schweizer Konzernen gestärkt werden. Als erstes Projekt der "Werbung für die Schweizer Werbung" soll in Zusammenarbeit mit dem persönlich-Verlag eine jährlich erscheinende Publikation mit dem Titel Creativity Swiss Made" herausgegeben werden.

Als 3. Herausforderung führt der bsw-Präsident den Stopp der Intransparenz an. Dazu gehört laut Bodin auch das Ranking, welches der Vorstand im Herbst 2007 erstmals wieder publizieren will. Noch stärker will Bodin für eine liberale Marktordnung einstehen -- dies in Kooperation mit den Auftraggebern und den Medien. Der Verband will die gesamtwirtschaftliche Bedeutung des Wirtschaftszweigs aufzeigen: Kommunikationsfreiheit schafft Arbeitsplätze, Lehrstellen, Wachstum und soziale Sicherheit.