Erstmals zeigt eine Auswertung des Werbeforschungsunternehmens Media Focus im Auftrag der «Sonntagszeitung», wie viel Geld die Inserateschlacht am 28. Februar gekostet hat: Auf 4,2 Millionen Bruttowerbefranken veranschlagen die Branchenkenner die Mittel, die für die Abstimmungswerbung über die Durchsetzungsinitiative ausgegeben wurden. Zwei Drittel davon gab das Nein-Lager aus: 2,8 Millionen Franken wurden gegen die Verschärfung investiert, während die Initianten 1,5 Millionen einsetzten.
Die Zahlen sind verhältnismässig tief – für die Abstimmung über die zweite Gotthardröhre am selben Tag wurden laut Media Focus 5,7 Millionen Bruttowerbefranken ausgegeben; über drei Millionen oder etwas mehr als die Hälfte kam von den Gegnern, die sich aus diversen links-grünen Verbänden und Parteien zusammensetzten, schreibt die «Sonntagszeitung».
Bescheiden sind die genannten Kosten insbesondere angesichts der hohen Stimmbeteiligung – den teuersten Abstimmungskampf der letzten zehn Jahre verursachte die Initiative gegen Masseneinwanderung, die 2014 bei einer Stimmbeteiligung von deutlich schlechteren 56,6 Prozent knapp angenommen wurde: Über zehn Millionen Franken wanderten in die Werbung. Ein Drittel stemmten die SVP und ihre Verbündeten, zwei Drittel Organisationen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. (SoZ)
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