Immer mehr anorganische Abfälle wie Alu, PET, Glas oder Plastik landen in der Schweiz im Grüncontainer. Das führt bei dessen Vergärung oder Kompostierung zur Verunreinigung des zurückgewonnen und schliesslich wieder auf unseren Äckern landenden Naturdüngers, aber auch zu kostenintensivem Mehraufwand. Ein Problem, für das die sechs Zürcher Gemeinden Bachenbülach, Bülach, Höri, Kloten, Oberglatt und Opfikon ihre Einwohnenden zusammen mit der Axpo Biomasse jetzt mit Plakaten, Flyern, Bannern und Social Ads sensibilisieren und zu einer Verhaltensänderung bewegen wollen, wie es in einer Medienmitteilung heisst.
Um für ihre Botschaft die gewünschte Aufmerksamkeit der Zielgruppe zu bekommen, möchte die beauftragte Berner Werbeagentur Komet Doppel-, wenn nicht gar Dreideutigkeit des Wortes «grün» spielen: Denn «grün» ist in dieser Kampagne nicht nur die Farbe der abgebildeten Flaschen und Dosen, sondern auch eine ökologische Verhaltensweise sowie Teil des Begriffs «Grüncontainer». Was den Betrachtenden dabei über alle Werbemassnahmen hinweg im Kopf hängenbleibt, ist eine konkrete Handlungsanweisung: Auch grüne Alu-Dosen, PET- und Glasflaschen gehören nicht in den Grüncontainer. Sonst landen sie nämlich im Nahrungskreislauf – und damit auf unseren Tellern. (pd/awe)