Seit 1995 macht ein kleines Piercingstudio in der Genfer Innenstadt Furore. Nicht zuletzt, weil es das erste seiner Art in der Stadt Calvins war, als es auch heutzutage für seine Kunstfertigkeit und Seriosität bekannt ist. Nebst Mundpropaganda basiert die Popularität auf roten Aufklebern, die das Strassenbild Genfs säumen und einem auf Schritt und Tritt in allen möglichen öffentlichen, wie auch privaten Orten begegnen.
Das Phänomen dieser Aufkleber waren es, die die Genfer Werbeagentur Label inspirierten, eine "Vorher Nachher"-Kampagne zu entwerfen. Mit Hilfe derer werden Veränderungen im Stadtbild gezeigt, die unter dem Einfluss des Piercingstudios entstanden sind. So ein Löwenkopf, der erst durch den Kontakt mit dem Piercingstudio seine wahre Funktion erhalten hat. Oder ein Haken am Hafen, der plötzlich mit schweren Ketten aufwartet.
Genau wie die ursprünglichen Aufkleber, die inzwischen auf allen Kontinenten präsent sind, hält die Agentur an der Guerillataktik fest. Folglich werden nebst Anzeigen vor allem Guerillaplakate und Flyers zum Einsatz kommen. Geplant ist derselbe Auftritt auch für die Filiale des Red Light District Studios im südfranzösischen Antibes. Der Einsatz erfolgt ab Ende Januar bis auf weiteres.
Verantwortlich bei Red Light District Piercing Genf: Richard Anex; bei Label Communication, Genf: Patric Bütikofer (CD), Sylvain Baumgartner (Grafik), Ioana Pop (Beratung); Foto: Vladimir Marti.