Mit der Plakataktion der Zürcher Konkreten griffen 1961 erstmals Schweizer KünstlerInnen mittels des Plakats in ein von der Werbung beherrschtes Umfeld ein. Seither nahmen sie immer wieder entsprechende Interventionen im öffentlichen Raum vor. Die Absichten und Strategien mögen sich über die Jahre verändert haben. Gemeinsam ist den Plakaten jedoch, dass sie die Beziehungen zwischen Leben und Kunst ausloten undd Wahrnehmungskonventionen zu durchbrechen suchen.
Die Ausstellung "Hors-Sol" im Plakatraum des Zürcher Museums für Gestaltung an der Limmatstrasse 55 unternimmt den Versuch, eine kurze Chronik künstlerischer Plakat-Interventionen in der Schweiz in ihrer visuellen und inhatlichen Vielfalt zu zeigen. Gezeigt werden u.a. Arbeiten von Max Bill, Claudia Di Gallo, Hans Jürg Gilgen, Roland Roth, Eva Saro & Co., Kurt Thaler und Marcel Zünd. Zu sehen sind die Plakate vom 27. Februar bis 25. Mai jeweils dienstags bis freitags von 13 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.