Luitgard Hagl, ein Paar isst fröhlich Pizza auf dem Sofa und sitzt plötzlich im Wasser. Wie kommt die künstliche Intelligenz (KI) auf eine solche Idee?
Wie ist dieser KI-Ansatz für die Mobiliar-Kampagne entstanden?
Diese Kampagne entstand per Zufall, als in der Art Direction mit einem neuen KI-basierten Feature von Photoshop gespielt wurde. Also im kreativen Prozess eines talentierten Art Directors: Er hat Fotos im Stil des Mobiliar-Bilderpools von der KI ergänzen lassen. Und plötzlich tauchten Schadenfälle auf. Denn je nach Ausgangsbild rechnet sogar die KI mit einem Schaden – mal ist dieser wahrscheinlicher und mal weniger. Das fanden wir einen tollen, zeitgeistigen Spin für die Marke und die Verantwortlichen auf Seiten der Mobiliar auch. So konnten wir das dann auch ganz schnell umsetzen.
Es gibt verschiedene Spots. Warum haben Sie sich genau für diese Ideen entschieden?
«Die Motive sind für diese Kampagne mit detailreichen Fotos leichter zu verstehen als mit abstrakten Skizzen»
Im Frühling sagten Sie mir in einem Gespräch, dass man in ein paar Monaten wohl nicht mehr speziell erwähnen würde, wenn eine Kampagne mit KI erstellt wurde. Warum lohnt es sich bei der Mobiliar-Kampagne doch?
Die Mobiliar-Werbung ist bekannt für ihre Schadenskizzen. Warum setzen Sie auf Stockbilder und lassen die Strichmännchen beiseite?
Was spuckt das KI-Photoshop-Tool aus, wenn Sie Skizzen vorlegen. Haben Sie es probiert?
«Texten lassen wir das Tool aber ehrlich gesagt noch nicht...»
Künstliche Intelligenz ist bei Jung von Matt Limmat bereits fester Bestandteil im Workflow, wie ihr Kollege Carsten Jamrow, der das KI-Team Maro leitet, kürzlich in einem Interview sagte. Wo kam im Entstehungsprozess der Kampagne sonst noch KI zur Anwendung?
In dieser Mobiliar-Kampagne ist ersichtlich, dass KI mitgewirkt hat. In welchen Fällen erachten Sie diesen Hinweis sonst als nötig?
Vor allem in redaktionellen Kontexten, wo Fakten und Fiktion klar voneinander getrennt werden müssen, muss, denke ich, bald markiert werden, wo KI im Einsatz ist. Da geht es ja um Glaubwürdigkeit. Für uns geht es oft mehr um eine rechtliche Absicherung, und da würde eine einfach Kennzeichnung nicht reichen. Daher haben wir nur Bilder als Basis genutzt, deren Nutzungsrechte klar sind.