Firmenchef Alexander Böcker und seine Frau Julia Scharwatz erkannten am Abend nach dem Einbruch auf Fotos einen Agilo-Kran der Firma, wie die Berliner Zeitung berichtet. Die Täter hatten den Lastenaufzug am 19. Oktober für den Einbruch verwendet, bei dem Napoleon-Juwelen im Wert von 88 Millionen Euro gestohlen wurden. Der Kran war einem Pariser Fahrzeugvermieter gestohlen worden.
Die Firma veröffentlichte auf Instagram und Facebook ein Foto des Krans vor dem Louvre mit dem Text: «Wenn's mal wieder schnell gehen muss! Der Böcker Agilo befördert eure bis zu 400 kg schweren Schätze mit 42m/min – flüsterleise dank 230-V-E-Motor.»
«Wir wollten nicht respektlos gegenüber den Franzosen sein, aber da Menschen keinen Schaden genommen haben und es gerade so viel Mist gibt in der Welt, dachten wir, ein bisschen Humor würde uns allen guttun», erklärte Böcker gegenüber der Berliner Zeitung.
Der Instagram-Post zählte am Freitagmorgen um 9 Uhr über 30'000 Likes, während die Firma sonst zwischen 50 und 100 Likes pro Post verzeichnet. Auf Facebook waren es zur selben Zeit über 10'000 Likes. Es gab Reaktionen aus dem In- und Ausland, darunter auch aus Frankreich. Die Kran- und Aufzugfirma mit rund 600 Mitarbeitern hatte 2020 etwa 25 ihrer Kräne an eine Pariser Vertriebsgesellschaft verkauft, die den betreffenden Kran weiterveräusserte.
Auch in der Schweiz reagierte das Sicherheitsunternehmen NewVoice mit einer Werbekampagne auf den Einbruch. Die Agentur Bodin.Consulting entwickelte für das Unternehmen ein Motiv mit dem Slogan «Nur von Dieben nicht empfohlen», das auf die Schutztechnologien von NewVoice hinweist (persoenlich.com berichtete). (cbe)