Am 30. September sprengten Unbekannte den Geldautomaten der Clientis Spar- und Leihkasse in Thayngen im Kanton Schaffhausen. Geld erbeuteten sie keines. Eine Woche später hat die Bank unter anderem auf Instagram einen kurzen Clip veröffentlicht, in dem Mitarbeitende die Tat als Anlagestrategie analysieren. Ihr Befund: ein Anlagehorizont von einer Nacht, keine Diversifikation. «Hoher Einsatz ist noch lange keine hohe Rendite», heisst es im Begleittext. Daran schliesst der Hinweis auf die eigene Anlageberatung an.
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Man habe die Wahl gehabt, sich «im Schneckenhaus zu verkriechen» oder den Vorfall mit Humor zu nehmen, sagte der Vorsitzende der Geschäftsleitung, Adrian Rosenberger, gegenüber den Schaffhauser Nachrichten. Die Idee stammt laut Blue News von ihm und Marketingmitarbeiterin Monik Weber. Im Abspann wird neben der Bank die Payback Media Group aus Neuhausen am Rheinfall genannt. Der Dreh habe eine halbe bis eine Stunde gedauert. Vor der Veröffentlichung habe die Bank Rücksprache mit Behörden und Polizei gehalten.
Ganz auf Ironie verlässt sich die Bank allerdings nicht. Im Abspann und im Begleittext verweist sie auf den Sachschaden und die organisatorischen Folgen. Dieser dürfte laut Rosenberger dem Gegenwert mehrerer Mittelklasseautos entsprechen. Unerwähnt bleibt, dass einer der mutmasslichen Täter bei der Explosion verletzt wurde. Die Bundesanwaltschaft hat zusammen mit dem Fedpol die Ermittlungen übernommen, eine beschuldigte Person sitzt in Untersuchungshaft. (cbe)