Das Theater an der Winkelwiese in Zürich positioniert sich neu und hat sich ab der neuen Spielzeit für einen gänzlich neuen Auftritt entschieden. Das Theater hat seine Unschuld verloren. Näher an das Publikum (und auch an die Sponsoren) heisst die Devise. Nicht unbedingt was den Spielplan anbelangt, sondern was die Kommunikation betrifft. Dies gilt auch für kleine aber feine Häuser wie das Theater an der Winkelwiese in der Villa Tobler unter der Leitung von Peter-Jakob Kelting. Dass ein kleines Theater als Alternative zu den Grossen (mit weit, weit weniger Subventionen) nicht alternativ kommunizieren sollte oder muss, zeigt das neue Erscheinungsbild, das Bonaparte für die Winkelwiese entwickelt hat.
Die Winkelwiese hat zu einem einheitlichen Auftritt gefunden, vom neuen Logo über die Website und Imagebroschüre bis hin zur Hausbeschriftung. Weniger ist mehr. Das neue Logo wurde nicht nur formal reduziert, sondern auch verbal auf das Wesentliche verkürzt, um der Winkelwiese in all seinen weiteren Massnahmen mehr Prägnanz verleihen zu können. Der neue Auftritt geht aber über ein reines Corporate Design hinaus. Die Stücke werden jeweils von einer Plakatkampagne begleitet. Einerseits um Publikum in die Winkelwiese zu bringen, andererseits und vor allem, um den Bekanntheitsgrad des Theaters zu erhöhen. Und das ist auch dringend nötig. Denn der Schatten eines Schauspielhauses oder anderer Mitbewerber ist gross.
Verantwortlich bei Theater.Winkelwiese, Zürich: Peter-Jakob Kelting (Direktion), Gudrun Flügel (Werbeleitung); bei Bonaparte, Zürich: Harry Sulzer (Gesamtverantwortung), Guillaume Borel (CD), Livio Reutlinger (AD), Adrian Sulzer (Text), Andreina Trachsel (Grafik), Roland Trabadelo, Jonathan Schipper (Beratung); Fotografie: Hansruedi Rohrer.