Pfister setzt auf Schweizer Identität

Vasataschröder - Das Möbelhaus startet die Dachmarkenkampagne «I de Schwiiz dihei». Es will damit die Marke auf eine kulturelle Ebene heben.

Pfister, eines der bekanntesten Möbelhäuser der Schweiz, lanciert eine nationale Markenkampagne. Der Claim «I de Schwiiz dihei» soll die Marke künftig weniger als reinen Möbelanbieter, sondern als Ausdruck eines schweizerischen Lebensgefühls positionieren. Pikant: Entwickelt wurde die Swissness-Kampagne gemeinsam mit einer deutschen Agentur. Vasataschröder aus Hamburg ist seit 2018 Pfisters Leadagentur.

Für Vasataschröders Geschäftsführer Marco Safavi-Hir, ist das kein Widerspruch. Die Agentur «begleitet Pfister bereits seit 2017 und hat die Marke über viele Jahre hinweg kontinuierlich mitentwickelt. In dieser Zeit ist ein tiefes Verständnis für den Schweizer Markt und seine kulturellen Besonderheiten gewachsen», wie er auf Anfrage erklärt

Der Schwenk ist strategisch: Das Möbelhaus mit Sitz im aargauischem Suhr verlässt bewusst die funktionale Kategoriekommunikation und beansprucht eine kulturelle Bedeutungsebene. Nationale Symbole, eine reduzierte Bildsprache und der gezielte Einsatz von Mundart sollen Nähe und Authentizität erzeugen – ohne dabei in touristische Folklore abzugleiten, wie Creative Director Dennis Werner betont. «Kraft entsteht hier aus Klarheit, nicht aus Lautstärke», so Werner.


Regionale Bezüge fliessen dabei konkret in die Inszenierung ein: Der Rote Platz in St. Gallen etwa dient als Kulisse, Schweizer Wahrzeichen werden zu Gestaltungselementen des Kampagnenlooks.

Herzstück der Kampagne sind zwei TV-Spots, produziert von Markenfilm unter der Regie von Marko Roth. Flankiert wird der TV-Auftritt durch grossflächige Out-of-Home-Massnahmen – darunter Megaposter in Basel und Suhr sowie Sonderformate an Flughäfen und Bahnhöfen. Digital setzt Pfister auf Social Media, YouTube und Display-Formate. Auch am Point of Sale soll die neue Markenwelt konsequent erlebbar sein. (pd/spo)