Plakat zur "La fille malgardée" des Zürcher Balletts

EURO RSCG - Eine Inszenierung steht Kopf.

1789, zwei Wochen vor dem Sturm auf die Pariser Bastille, der zum Fanal der französischen Revolution wurde, kam ein neues Ballett zur Uraufführung. Das Stück feierte im Nu einen grossen Erfolg: Erstmals kam eine Handlung ohne König aus, eine Handlung, die den dritten Stand rustikal, lebensnah, mitunter deftig karikierend ins Zentrum stellte und damit der politischen Wende Rechnung trug. Ohne selbst sozialkritisch oder gar politisch zu sein, spiegelte es den Stimmungsumschwung, der der französischen Revolution vorausging, und signalisierte den Wandel in der Einstellung zu Bürger- und Bauerntum.

Ein Bild im Louvre inspirierte wahrscheinlich zur Idee dieses Balletts. Ein Mädchen und ihr Geliebter waren gerade dabei, sich in einer Scheune vergnügen zu wollen, als die Mutter dazu kam. So viel sei verraten – es gibt ein Happy End. Freuen darf man sich auch über die Choreographie von Ballettdirektor Heinz Spoerli, der für das Stück keine modernistische Uminterpretierung wählte. Mit der Choreographie der Plakate beauftragt ist bekanntlich EURO RSCG Switzerland. Vertraut mit der Historie des Stückes, liessen es sich die Kreativen nicht nehmen, just das im Plakat zu zeigen, was die Grundlage des Stückes ist. Das Vergnügen ist unübersehbar...

Verantwortlich beim Opernhaus Zürich, Zürcher Ballett: Heinz Spoerli (Ballettdirektor), Peter-A. Marschel (Ballettmanager); bei EURO RSCG Switzerland, Zürich: Frank Bodin (Choreographie), Keith Loell, Urs Hartmann, Beni Krieger (Bühnenbild), Yves Spink (Ausstattung), Edi Burri (Spielmeister), Rolf Jeger, Philipp Muff (Souffleur); Foto: Roger Schneider.