Die Berner Kreativagentur Republica übernimmt Teile der Belegschaft und des operativen Geschäfts der Digitalagentur Maxomedia. Das teilte sie am Montag mit. Maxomedia habe nach fast 30 Jahren die Geschäftstätigkeit als eigenständiges Unternehmen aufgegeben, heisst es darin. Tatsächlich eröffnete das zuständige Einzelgericht bereits am 5. August den Konkurs über die Maxomedia AG; seit dem 11. August figuriert die Firma im Handelsregister als «Maxomedia AG in Liquidation». Auf der Website der Agentur steht nun: «Maxomedia ist jetzt Republica.»
Die früheren Maxomedia-Inhaber Simon Muster und Bernhard Herzig wechselten per 1. September 2026 zu Republica. Muster übernimmt dort die Funktion des Chief Strategy Officer, Herzig jene des Chief Digital Officer; beide sitzen zudem neu im Leitungsteam. Zusammen mit dem bestehenden Digitalteam von Republica sollen sie das Angebot in den Bereichen KI-Technologie und digitale Plattformen erweitern, kündigt die Agentur an.
Beruflich kreuzten sich die Wege der beiden Häuser schon vorher: Sie bearbeiteten gemeinsame Mandate für das Bundesamt für Statistik, die IHKB, die PK SAV, die Swiss LiveCom Association, Sportgastro und den SC Bern.
Mit der Übernahme zählt Republica nach eigenen Angaben neu 30 Mitarbeitende. Vor zehn Jahren beschäftigten die beiden Agenturen zusammen deutlich mehr Personal: 2016 waren es bei Republica 28 und bei Maxomedia 45 Mitarbeitende, wie aus dem damaligen Ranking von Swiss Leading Agencies hervorgeht.
Maxomedia selbst war 1996 von Roman Hirsbrunner und Bernhard Herzig gegründet worden; Hirsbrunner schied später aus und wurde Anfang 2014 CEO und Mitinhaber von Jung von Matt/Limmat. (nil)