Die Organisatoren der Internationalen Werbe-Festpiele von Cannes haben in London entschieden, dass den so genannten Scam Ads (Schwindel-Spots oder Model-Kampagnen) die Teilnahme am Wettbewerb um die Löwen auch künftig per jetzt verabschiedeter Direktive verwehrt bleibt. In letzer Zeit waren Stimmen laut geworden, die für die offizielle Einführung einer Kategorie für diese Art von Preis-Mitbewerbern plädierte - vor dem Hintergrund der Ratio, dass die Öffnung einer eigenen Kategorietür die Tür zur unberechtigten Teilnahme nicht qualifizierter Einsendungen damit fester verschlossen werde.
Das Organisationskomitee konterte mit der Festsstellung, dass die Löwen von Cannes (a) für reale Werbeauftritte vergeben werden, die für real existierende Kunden produziert wurden, so dass die am meisten mit Prestige beladenen Werbetrophäen der Welt auch den durch den realen Werbealltag den Marken und ihrer Bewerbung vorgegebenen Beschränkungen auch weiterhin Rechnung tragen (was Scam Ads nicht tun); und (b), dass die Erfahrungen aus jüngerer Zeit auf deutliche Rückläufigkeit bei derartigen Nennungen hindeuten - wohl auch als Resultat der verstärkten Wachsamkeit und der intensiver werdenden negativen Publicity für diejenigen, denen es gelingt, die Kontrollen zu umgehen.