Erich Sixt nutzt die Entlassung des deutschen Verteidigungsministers Rudolf Scharping (SPD) als Werbevorlage für das Fuhrparkmanagement seiner Autovermietung. An diesem Mittwoch will seine Werbeagentur Jung von Matt in mehreren Tageszeitungen grossflächige Anzeigen schalten, wie Spiegel Online vermeldet. "Für Organisationen mit hoher Fluktuation", heisst es darin frech unter einer Bilderleiste mit acht durchgestrichenen Ministerporträts.
Das Werbemotiv ist bereits das dritte seiner Art. Gleich nach der Bundestagswahl 1998 schaltete das Münchner Unternehmen eine vergleichbare Anzeige, bei der freilich noch kein Minister ausgestrichen war ("Sixt verleast auch Autos für Mitarbeiter in der Probezeit"). Ein zweites Motiv nach dem Rücktritt von Oskar Lafontaine ist noch immer umstritten: Der Prozess um eine nachträgliche Honorarforderung des ehemaligen Bundesfinanzministers in sechsstelliger Höhe ist gemäss Spiegel online bislang noch nicht entschieden.