Schwacher November für die kommerzielle Werbung

Media Focus - Print und Online am stärksten tangiert.

Wiederum schwacher Monat für die Werbeinvestitionen der kommerziellen Werbung in der Schweiz: Im November gingen die Bruttowerbeausgaben im Vergleich zum November 2000 total um 36.3 Mio. Franken (oder minus 8.9 Prozent) zurück. Wiederum ist der Printbereich (neben der Onlinewerbung) am stärksten davon betroffen. Die Zeitungen müssen einen Rückgang von 11.8 Prozent oder minus 20.1 Mio. Franken hinnehmen; die Zeitschriften sind um 11.2 Prozent (= minus 8.8 Mio. Franken) unter Vorjahresniveau und die Auswahl der Fachzeitschriften schliesslich müssen gar ein Minus von 26.1 Prozent - was 7.8 Mio. Franken entspricht – einstecken.

Die Fernsehsender melden einen leichten Anstieg der Bruttowerbeeinnahmen von 1.3 Prozent oder plus 1 Mio. Franken, Radio ist gar um 13.1 Prozent (= plus 1.6 Mio. Franken) über dem Resultat von 2000. Kino muss ein zweistelliges Minus, nämlich minus 11.5 Prozent (= 0.6 Mio. Franken) einstecken und Teletext ist mit 8.3 Prozent (was 0.14 Mio. Franken entspricht) im Rückstand. Plakat ist leicht mit 0.1 Prozent über Vorjahreslevel und kann somit seinen "Besitzstand" halten. Dies kann man leider von der Onlinewerbung nicht behaupten; minus 43.9 Prozent (= minus 1.5 Mio. Franken) bedeuten wiederum das schlechteste Resultat aller Mediengruppen.

Nach 11 erfassten und ausgewerteten Monaten der von Media Focus ausgewiesenen Mediengruppen beträgt der Rückstand auf das hervorragende Werbejahr 2000 total 104.6 Mio. Franken, was ein Minus von total 2.8 Prozent bedeutet. Trotzdem können drei Mediengruppen ein Plus der Werbeeinnahmen melden, nämlich das TV mit einem Plus von 6.4 Prozent; Kino, das seine Bruttowerbeeinnahmen um total 2.5 Prozent steigern konnte und schliesslich die Plakatgesellschaften, die gesamt um 4.4 Prozent über dem Vorjahresresultat sind.