Immer mehr Menschen erkranken psychisch und fühlen sich vor allem arbeitsbedingt gestresst und ausgebrannt. Zugleich werden psychische Krankheiten im Job aber am stärksten tabuisiert. Betroffene leiden doppelt: An der Krankheit selbst und zusätzlich am krampfhaften Versteckspiel. Das kostet gefährlich viel Energie und manche auch das Leben. Dagegen tritt die Kampagne "Psyche krank? Kein Tabu!" der Werner Alfred Selo Stiftung an und präsentiert im zweiten Kampagnenjahr neue, kreative Massnahmen zur Früherkennung psychischer Krankheiten im Arbeitssetting.
"Vorübergehend ausser Betrieb." Mit diesem arbeitsbezogenen Wortspiel richtet sich der neue Schwerpunkt der Kampagne "Psyche krank? Kein Tabu!" an Arbeitgeber und macht deutlich: Was bei einer Maschine normal ist, darf auch bei Menschen nicht totgeschwiegen werden. Denn das Tabu hat fatale Folgen: Unentdeckte und unbehandelte psychische Krankheiten verursachen Kosten in Milliardenhöhe und enden nicht selten im Suizid.
Der erste Schritt zur besseren Früherkennung und rascheren Genesung ist die schamfreie Ansprache – nicht nur im privaten Kreis, sondern auch am Arbeitsplatz. Dies ist die Botschaft der fünfjährigen Kampagne "Psyche krank? Kein Tabu!", die Life Science Communication zusammen mit crBasel im Auftrag der Werner Alfred Selo Stiftung entwickelt hat.
Nach dem Kick-off im 2013 bietet die zielgruppenspezifische Vertiefung für Firmen neu praxisnahe Hilfestellungen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer, heisst es in der Mitteilung. Auch diese basieren auf der Kreativlinie der violett-weissen "sprechenden Gegenstände", die offen über ihre Belastungen reden und so einen leichten Zugang zum komplexen Tabuthema eröffnen.
Im Auftrag der Werner Alfred Selo Stiftung ist Life Science Communication verantwortlich für die Gesamtkonzeption, Planung und schrittweise Realisierung der Kampagne, die über fünf Jahre mit verschiedenen Inhalten und für unterschiedliche Zielgruppen präsent sein wird. Sie wird unterstützt vom Kanton Zug und zahlreichen Firmen, Organisationen und Persönlichkeiten.
Verantwortlich bei Life Science Communication: Noemi Deak, Mark Bächer, Carolina De Boni, Nicole Dreyfus (Konzeption, Analyse, Beratung, Text, Realisation, Media Relations); verantwortlich bei crBasel: Thomas Fux, Roger Müller (Beratung), Gabriel Heuberger (CD), Judith Mann (Text), Roger Horvath, Daniel Roth (Grafik). (pd)